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Die Initiative „Oberberg gegen den Schlaganfall“

Wer engagiert sich im Bündnis „Oberberg gegen den Schlaganfall“?

Die Gesundheit der Menschen unserer Region – des Oberbergischen Kreises – und des Bergischen Landes liegt den Initiatoren am Herzen. Schließlich handelt es sich beim Schlaganfall um eine zahlenmäßig zunehmende Volkskrankheit. Wir haben mit einer speziellen Stroke Unit am Krankenhaus in Gummersbach ideale Voraussetzungen, um Betroffenen schnell und wirkungsvoll zu helfen. Doch viele Menschen unterschätzen die Folgen eines Schlaganfalls und wissen sogenannte TIAs (Mini-Schlaganfälle) nicht richtig einzuschätzen. Deshalb engagieren sich bei der Schlaganfall-Aufklärung folgende Einrichtungen und Unternehmen des Oberbergischen Kreises:

  • Das Klinikum Oberberg: Dachgesellschaft von zwei Kreiskrankenhäusern und zwei psychiatrischen/ psychosomatischen Fachkliniken im Oberbergischen Kreis und Rheinisch-Bergischen Kreis, darunter das Kreiskrankenhaus Gummersbach mit einer großen Neurologischen Klinik mit Stroke Unit
  • Das RPP: Gesellschaft für Rehabilitation, Prävention und Pflege
  • Der Oberbergische Kreis: Größter Teilhaber an der Klinikum Oberberg GmbH
  • Die Dr. Becker Rhein-Sieg Klinik: Reha-Klinik in der Region
  • MediClin Reha-Zentrum in Reichshof: Reha Klinik in der Region
  • Die AOK: Regionaldirektion Oberberg – Leverkusen – Rheinisch-Bergischer Kreis
  • BPW Bergische Achsen: Als einer der größten Arbeitgeber der Region
  • KV Oberberg: Kassenärztliche Vereinigung Oberberg

 

Programm / Termine „Oberberg gegen den Schlaganfall“

Wann findet wo was statt?

05.09.2017Bei Verdacht auf Schlaganfall den Notruf wählen
Neue Aufkleber auf Rettungswagen

Bei Verdacht auf Schlaganfall die 112 wählen

Mit einem Aufkleber auf allen 30 Rettungs- und Krankenwagen im Oberbergischen Kreis weist die Schlaganfall-Initiative Oberberg darauf hin, dass jeder Schlaganfall ein Notfall ist und schnelle Hilfe durch den Rettungsdienst unter der Nummer 112 gerufen werden muss. "Wir wollen Mut machen, die 112 zu wählen bei einem Verdacht auf einen Schlaganfall", sagt Professor Franz Blaes, stellvertretend für die Schlaganfall-Initiative.
Laut Blaes, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kreiskrankenhaus Gummersbach, ereignen sich 1400 bis 1500 Schlaganfälle jährlich im Oberbergischen Kreis. Bei einem Schlaganfall ist schnelle medizinische Versorgung ganz wichtig, um mögliche Spätfolgen zu lindern oder sogar zu verhindern. Der Oberbergische Kreis hat auf Anregung der Schlaganfall-Initiative seine 14 Rettungswagen und 16 Krankenwagen jetzt mit den Aufklebern "Schlaganfall = Notfall, 112 wählen" versehen. Kreisdirektor Klaus Grootens unterstützt die Initiative: "Wir haben eine hohe Dichte an Rettungswachen im Kreisgebiet und sorgen für schnelle Hilfe im Notfall."
Wie Prof. Blaes im Klinikalltag immer wieder erlebt, sehen zu viele Menschen in einem Schlaganfall keinen Notfall und warten leider zu lange, bevor sie ärztliche Hilfe suchen. "Die Patienten hoffen, dass sich die Beschwerden von alleine wieder bessern." Die beiden Reha-Experten Kathrin Duve, Selbsthilfe-Beauftragte der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht, und Dr. Jürgen Bonnert, Chefarzt der Fachklinik Neurologie am MediClin Rehazentrum Reichshof, wissen, wie wichtig es ist, schnell bei einem Schlaganfall behandelt zu werden. "Wer früh genug im Krankenhaus die Lysetherapie bekommen konnte, hat deutlich bessere Chancen bei der Behandlung von Behinderungen", sagt Dr. Bonnert. "Daher ist Aufklärung über den Schlaganfall ganz wichtig", betont Kathrin Duve.
Ralf Schmallenbach, Gesundheitsdezernent des Oberbergischen Kreises, ergänzt: "Die Leute haben Hemmungen, den Rettungsdienst zu belästigen. Aber bei einem Schlaganfall zählt jede Minute." Andreas Hüpper, Fachserviceleiter Medizinische Versorgung bei der AOK Rheinland-Hamburg/ Regionaldirektion Oberberg, Rhein-Berg, Leverkusen versichert: "Man braucht keine Angst vor Fehleinsätzen haben. Lieber einmal zu viel anrufen bei Verdacht auf Schlaganfall. Die AOK zahlt den Einsatz des Rettungsdienstes."
Auch Dr. Christian Dickschen, Dezernent für den Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises, unterstützt die Aufklärungsarbeit: "Wir sind mit unseren Rettungswagen kreisweit unterwegs und daher ein guter Multiplikator."

12.05.2017Schlaganfall-Infotour in Wipperfürth
Freitag, 12. Mai 2017 - 08.00 bis 13.00 Uhr

Gesundheits-Checks und Tipps von Ärzten und Rettungsdienst

Wie erkenne ich einen Schlaganfall? Gehöre ich zur Risikogruppe? Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen? Antworten gibt es am Freitag, 12. Mai, in einem Londoner Doppeldeckerbus, der auf seiner deutschlandweiten Tour auch in Wipperfürth Station macht. Der Info-Bus und ein Rettungswagen stehen von 8 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz. Ärzte und Therapeuten des Kreiskrankenhauses Gummersbach, Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Oberbergischen Kreises und der AOK sowie der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik und des MediClin Reha-Zentrums Reichshof bieten verschiedene Gesundheitschecks an und stehen für Fragen von der Prävention bis zum Verhalten im Notfall zur Verfügung. Die Infotour ist Teil der Aufklärungskampagne der Initiative „Oberberg gegen den Schlaganfall“.

Die von Boehringer Ingelheim initiierte und in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sowie der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft umgesetzte Aufklärungstour macht auf Betreiben der Klinik für Neurologie am Kreiskrankenhaus Gummersbach in Wipperfürth Halt. Ziel der bundesweiten Tour ist die Aufklärung über typische Anzeichen eines Schlaganfalls und die zentrale Bedeutung von schneller Hilfe. „Wir wollen Mut machen, schnell den Notruf 112 zu wählen“, sagt der Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Franz Blaes, stellvertretend für die Akteure der Schlaganfall-Initiative. Die frühzeitige Behandlung kann oft Folgeschäden verhindern. Daher ist es immens wichtig, bei einem Schlaganfall schnell auf einer für solche Fälle spezialisierten Station, der so genannten Stroke Unit, versorgt zu werden.

Laut Informationen der Deutschen Schlaganfall-Hilfe ereignen sich knapp 270.000 Schlaganfälle jährlich in Deutschland. Laut einer internationalen Studie von 2016, die vom Population-Health-Research-Institut der McMaster University in Hamilton/Kanada geleitet wurde, wären 90 Prozent der Schlaganfälle vermeidbar. Die Studie identifizierte wichtige behandelbare Risikofaktoren für den Schlaganfall wie Bluthochdruck, mangelnde körperliche Betätigung, erhöhte Blutfette, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Herzerkrankungen, übermäßigen Alkoholkonsum und Diabetes mellitus. 

Wer wissen möchte, ob er zur Risikogruppe zählt, kann am 12. Mai eine kostenfreie Ultraschalldemonstration der Halsschlagader in Anspruch nehmen, von Rettungssanitäter den Blutdruck überprüfen lassen oder bei einer Diabetesberaterin des Kreiskrankenhauses eine Blutzuckermessungen nutzen. Fragen zur Frührehabilitation beantworten Therapeuten der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik Nümbrecht, des MediClin Rehazentrums Eckenhagen und des ambulanten Rehazentrums RPP aus Gummersbach. Und wer dem Schlaganfall mit gesunder Ernährung vorbeugen möchte, bekommt Tipps von der Ernährungsberaterin der AOK.

„Wir müssen einfach schneller werden, damit noch mehr Betroffene schnell im Krankenhaus die notwendige Behandlung erreichen“, sagt Prof. Dr. Blaes. Daher verlasse er bewusst das Krankenhaus und stelle sich mitten auf den Marktplatz. Blaes: „Wir danken der Stadt Wipperfürth und Bürgermeister von Rekowski, die sofort die Aktion unterstützt haben und uns ermöglichen, auf dem Marktplatz über unsere Aktion „Herzenssache Lebenszeit“ zu informieren.“

Die Pressemitteilung zur bundesweiten Aufklärungsinitiative finden Sie hier

18.05.2016Schlaganfall-Update - Fortbildung für Praxisteams
Mittwoch, 18. Mai 2016 - 16.30 bis 19.30 Uhr

SEHR GEEHRTE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN,

durch die neuen Kathetertechniken und auch die Einführung der neuen oralen Antikoagulantien hat sich die Schlaganfallbehandlung noch einmal verbessert. Damit die Patienten von diesen Entwicklungen profi tieren, ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung  eines Schlaganfalls ebenso Grundvoraussetzung, wie die Primär- und Sekundärprävention. Zu diesen Themen möchten wir gerne nicht nur Sie, sondern auch Ihre Praxisteams als erste Ansprechpartner für viele Patienten mit dieser Fortbildung informieren. Ich lade Sie im Namen der Schlaganfall-Initiative Oberberg herzlich zu der Fortbildung ein.

Prof. Dr. Franz Blaes
Chefarzt Klinik für Neurologie
Kreiskrankenhaus Gummersbach

Anmeldung:
Bitte bis 09.05.2016 an die Mail-Adresse neurologie.sekretariat(at)klinikum-oberberg.de

Weitere Informationen zum Ablauf der Fortbildung finden Sie im folgenden PDF:

 

Veranstaltungsrückblick „Oberberg gegen den Schlaganfall“

Beiträge zur Aufklärungskampagne

24.09.2015Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln
unterstützt Schlaganfall-Initiative

Um die Folgen eines Schlaganfalls verdeutlichen zu können, hatte die Initiative „Oberberg gegen den Schlaganfall“ die Idee, ein begehbares Gehirnmodell auszustellen. Das Modell ermöglicht Laien einen Blick auf das Gehirn sowie verschiedene Erkrankungen des Gehirns. Auch die von einem Schlaganfall betroffene Region ist in dem Modell sichtbar. Um die Miete für das Modell zu finanzieren, bewarb sich die Initiative um einen Zuschuss bei der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln. Die Stiftung unterstützte das Projekt und überreichte Magnus Kriesten und Rolf Kühr stellvertretend für die Schlaganfall-Initiative Oberberg eine Fördersumme in Höhe von 2500 Euro im Rahmen einer kleinen Feierstunde, in der insgesamt 41.500 Euro für über 30 soziale Projekte im Oberbergischen Kreis ausgeschüttet wurden.

Magnus Kriesten, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Gummersbach, und Rolf Kühr, Leiter der Rettungswache Gummersbach und Geschäftsführer des Vereins Rettung Oberberg, nahmen den Scheck entgegen verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an Dr. Klaus Tiedecken, Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Köln und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Sozialstiftung, und Benno Wendeler, Direktor der Direktion Oberberg der Kreissparkasse Köln. Landrat Hagen Jobi dankte nicht nur der Sozialstiftung für Förderung der zahlreichen Projekte sondern auch allen Initiativen und Vereinen für ihr Engagement mit den Worten: „Vielen Dank für Ihre Arbeit und machen Sie weiter so.“

Das Gehirnmodell war beim Tag der offenen Tür im Kreiskrankenhaus Gummersbach zu sehen. Prof. Dr. Franz Blaes, Chefarzt der Neurologie, Dr. Ulrich Lehmann, leitender Oberarzt der Neurologie, und Eileen Gülke , die zurzeit ihr Praktisches Jahr im Kreiskrankenhaus Gummersbach absolviert, informierten zahlreiche Besucher über Funktionen des Gehirns und über Erkrankungen und die damit verbundenen Folgen. Kinder und Erwachsene interessierten sich gleichermaßen für das Modell und erforschten auch dessen Innenleben. Anhand der sichtbaren Schäden, die ein Schlaganfall hinterlässt, konnten die Mediziner die zentrale Bedeutung schneller Hilfe den Besuchern deutlich machen.

12.09.2015 Einblicke ins Gehirn
Tag der offenen Tür im Kreiskrankenhaus Gummersbach

26.08.2015Schlagfertig und humorvoll: Gaby Köster spricht über ihren Schlaganfall
Lesung und Talkrunde auf Schloss Homburg

Gaby Köster und Mitglieder der Initiative
Über 200 Gäste in der neuen Orangerie
Talkrunde mit Prof. Dr. Franz Blaes, Gaby Köster, Angela Altz, Ina Albowitz, Dr. Ralf Mühlenhaus
Das RPP informiert über Reha nach Schlaganfall

Nümbrecht. Mit Wortwitz, lockeren Sprüchen und viel Humor unterhielt die Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin Gaby Köster am Mittwochabend die Gäste in der ausverkauften Orangerie auf Schloss Homburg. Obwohl das ernste Thema Schlaganfall im Mittelpunkt der Lesung und anschließenden Talkrunde stand, gelang es der Kölnerin die Zuhörer mit einem launigen Vortrag aus ihrem aktuellen Roman „Die Chefin“ und offenen Worten über ihre Erkrankung einen unterhaltsamen und informativen Abend zu bescheren. Die Initiative „Oberberg gegen den Schlaganfall“ hatte Gaby Köster eingeladen, um über Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und gleichzeitig Betroffenen durch das Beispiel von Gaby Köster Mut zu machen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Gaby Köster sozusagen als Botschafterin für unsere Initiative gewonnen haben, weil sie mit ihren teils leidvollen Erfahrungen nicht hinter dem Berg hält“, sagte Landrat Hagen Jobi, der sich mit einem Kilo von Gaby Kösters Lieblingsschokolade für Ihren Auftritt bedankte. „Na, dann ist die nächste Woche ja gerettet“, freute sich Gaby Köster.

Ähnlich wie ihrer unerschrockenen und schlagfertigen Romanheldin „Die Chefin“ hilft Gaby Köster neben Schokolade der Humor, um über die Einschränkungen, wie beispielsweise ihren gelähmten linken Arm, hinwegzulachen. Und das nicht nur auf der Bühne. „Auch zu Hause hilft mir mein Humor ganz viel: Wenn ich mir etwas zu Essen zubereite, dann fällt ständig etwas auf den Boden. Zum Glück habe ich fünf Hunde und einer davon ist ein Labrador“, erzählt sie von ihren Krümel vertilgenden Vierbeinern.
Bis heute trainiert Gaby Köster regelmäßig, um Schritt für Schritt mehr Beweglichkeit zurückzugewinnen. Auch die Gummersbacher FDP-Politikerin Ina Albowitz bestätigte, dass es sich lohnt mit den Physiotherapeuten fleißig zu trainieren. Sie habe ihr Ziel erreicht und das Rehazentrum auf ihren Beinen verlassen. Den Rollstuhl braucht Ina Albowitz schon lange nicht mehr. Auch Dank der Hilfe lieber Angehöriger – das betonten beide Frauen.

Gaby Köster räumte ein, dass Sie ähnlich wie von den beiden Medizinern in der Runde Dr. Ralf Mühlenhaus und Prof. Dr. Franz Blaes beklagt, gedacht hat: „Was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder.“ Das ist ein Irrtum. Der Leiter des Rettungsdienstes und der Chefarzt der Neurologie betonten, wie wichtig es sei, bei den ersten Symptomen sofort die 112 zu wählen, da nur in den ersten 4 bis maximal 6 Stunden nach einem Schlaganfall die entscheidende Therapie eingeleitet werden könne. Zeuge eines solchen Notrufes wurden die über 200 Gäste dann auch noch während der Veranstaltung – allerding handelte es sich um einen nachgestellten Notruf.

Ob sie als frischgekürte Botschafterin der Schlaganfall-Initiative auch eine Botschaft für die Zuhörer habe, wollte Moderatorin Angela Altz wissen, und Gaby Köster riet: „Die schönen Dinge des Lebens nicht aufschieben.“

10.05.2015 Tag des Schlaganfalls

Schlaganfall-Bus

04.05.2015Schlaganfall-Bus, Lindenplatz,
Fußgängerzone Gummersbach

25.04.2015„Der Schlaganfall”, Fortbildung für Ärzte
im Landschaftshaus Nümbrecht, Schloss Homburg, Restaurant Zehntscheuer

23.04.2015Presse-Vorstellung der Initiative im
Kreiskrankenhaus Gummersbach

 

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